Kiew – Tel Aviv

Israel scheint so eine Art Mallorca fĂŒr Russen und Ukrainer zu sein, dementsprechend sehen die Passagiere des Fluges aus. Start und Landung werden eifrig beklatscht, es wird gelacht, gesungen und natĂŒrlich getrunken. Nach drei Stunden ist die Tortur vorĂŒber und wir landen pĂŒnktlich auf die Minute in Tel Aviv.

Die Einreise dauert ewig weil jeder ankommende AuslĂ€nder sorgfĂ€ltig begutachtet wird. Die junge und extrem gutaussehende Frau am Schalter fragt mich Dinge wie ‚wie ist ihr Nachname?‘, ‚was machen Sie in Deutschland wenn sie wieder zurĂŒck sind?‘ und ‚haben Sie vor nach Gaza zu reisen?‘ Als ob ich ihr das auf die Nase binden wĂŒrde, sollte ich das vorhaben.

Man lÀsst mich trotz Marduk-T-Shirt einreisen, ich hole meinen Mietwagen ab und fahre planlos Richtung Stadt. Irgendwann finde ich einen ruhigen Parkplatz am Strand und nachdem ich ein paar Israelis geholfen habe ihr Auto anzuschieben, schaffe ich es tatsÀchlich ganze 4 Stunden im Auto zu schlafen.

Berlin – Kiew

Die erste Etappe verlĂ€uft problemlos: Ich fahre gemĂŒtlich nach Tegel und trotz Checkin in Zeitlupe starten wir pĂŒnktlich. Ich hatte mir von Ukrainian Air ja schon ein wenig postsowjetischen Charme erhofft, aber nix da: Der Flieger (der in etwa die GrĂ¶ĂŸe von zwei Reisebussen hat) ist nagelneu, der Service stimmt, die Stewardessen sind eine Augenweide und sogar das Essen ist geniessbar. Allerdings ist der Wodka an Bord nicht kostenlos.

In zwei Stunden gehts weiter nach Tel Aviv.

Israel – Planung und die ITB

Die Planung steht bis auf Kleinigkeiten und die 12 Tage sind natĂŒrlich ein Witz. Ich habe trotzdem ein Rundreise hinbekommen, bei der ich die wichtigsten Ziele sehen werde.

Ich habe fĂŒr Tel Aviv und Jerusalem Hotels gebucht, fĂŒr den Rest verlasse ich mich auf Couchsurfing, nachdem ich von mehreren Leuten gehört habe, dass die CS-Community in Israel groß und verlĂ€sslich sei.

Gestern war ich auf der ITB, wo ich mich am großen und sehr informativen Israel – Stand mit StadtplĂ€nen usw. eingedeckt habe. DafĂŒr war SĂŒdostasien (fĂŒr den Trip im November) eher enttĂ€uschend. Die grĂ¶ĂŸten StĂ€nde hatten diverse Reiseveranstalter, die natĂŒrlich nur ihre Produkte verkaufen wollten. Im Gegensatz dazu war z.B. der Stand von Laos etwa doppelt so groß wie meine KĂŒche und die Leute dort konnten kaum Englisch, geschweige denn Deutsch.

Lustig war auch Nordkorea, der einsame Typ hinterm Tresen verstand kein Wort von dem was ich gefragt habe, irgendwie wollte er mir glaube ich verstĂ€ndlich machen, daß er nur die Aushilfe und sein Chef grad in der Mittagspause sei. Was mich interessiert hĂ€tte: Man hat ja letztens gelesen, daß Touristen sein kurzem bei der Einreise nicht mehr ihre Handys abgeben mĂŒssen und sogar uneingeschrĂ€nkten Internet-Zugriff hĂ€tten. Ich wollte wissen, ob man jetzt das Land auch alleine bereisen darf, oder ob man sich immernoch einer Reisegesellschaft anschliessen muss.

Den letzten Lacher bescherte mir allerdings der gigantische Stand des Berliner Flughafens BBR…

Ziel Israel

Nachdem ich festgestellt hatte, dass ich wegen der Feiertage mit 6 Tagen Urlaub ganze 12 Tage unterwegs sein kann, hab ich meinen FrĂŒhjahrsurlaub auf den 01. bis 12. Mai gelegt. Mein ursprĂŒngliches Ziel Zypern fiel damit flach, da ich fĂŒr die 12 Tage alleine fĂŒr Flug und Unterkunft knapp 1.000€ bezahlt hĂ€tte.

FĂŒr 12 Tage lohnt sich allerdings ein weiteres Wunschziel, nĂ€mlich Israel. Der Plan ist, einen Billigflug zu finden, mir ein Auto zu mieten und einmal durch das Land zu fahren, sind ja keine großen Entfernungen.
Um das Budget gering zu halten werde ich versuchen, mir via Couchsurfing Übernachtungsmöglichkeiten zu suchen und zwischendurch auch mal im Auto schlafen.

Einen passenden und gĂŒnstigen Flug zu finden war ein Alptraum! Nachdem mir die Bank zwischenzeitlich versehentlich (!) die Kreditkarte gesperrt hatte, bin ich dann doch noch fĂŒndig geworden, allerdings um einiges teurer als geplant: Ich werde jetzt mit Ukrainian Air fliegen, mit jeweils einem Zwischenstop in Kiew. Das ganze kostet mich inklusive RĂŒcktrittsversicherung (wer weiss, was im Mai in Israel los ist) knapp 400€. Aua!

Aktuell sitze ich an der Planung und das wird nicht leicht. 12 Tage reichen natĂŒrlich bei weitem nicht aus um alles zu sehen, ich muss also einiges streichen. Mal sehen…