Wonsan

Heute steht eine lĂ€ngere Fahrt an, nach Wonsan an der OstkĂŒste geht es. Wir mĂŒssen komplett ausschecken, denn wir werden dort ĂŒbernachten und angeblich braucht man unsere Zimmer. Was Blödsinn ist, so voll ist das Hotel nicht, aber egal. Das FrĂŒhstĂŒcksbuffet fĂ€llt heute ein ganzes StĂŒck magerer aus, ist aber auch egal.

Wir starten also mit vollem GepĂ€ck und erfahren, dass die Fahrt 4 bis 5 Stunden dauern wird. Das wird dann auch genauso unbequem wie es sich anhört, die Strassen nach Osten sind in noch schlechterem Zustand, als alles was wir bisher befahren haben. Trotzdem macht es Spass weil es jede menge zu sehen gibt, auf der Strasse (Ochsenkarren, FahrrĂ€der und FussgĂ€nger auf der Autobahn, bewachte Tunnels mit Schießscharten an Ein- und Ausfahrt) und neben der Strasse (extrem schöne Landschaft, immer wieder Massen von Menschen bei der Ernte). Auf der HĂ€lfte der Strecke machen wir an einem Stausee Pause, irgendwann kommen wir dann ans Meer und in unseren Zielort, Wonsan.

Die StĂ€dte, die wir bisher gesehen haben, unterscheiden sich nicht voneinander: viele große MietshĂ€user, wenig Verkehr, keinerlei Industrie. Alles ist zwar auf den ersten Blick sauber und gepflegt, bei genauerem Hinsehen merkt man aber, dass alles und zwar wirklich alles uralt, verrostet und verkommen ist. Ausser natĂŒrlich die Statuen der FĂŒhrer.

Wir checken in einem Hotel ein und jeder bekommt ein Zimmer mit Meerblick, sehr schön. Sofort geht es dann weiter zum Essen in ein Restaurant, welches geschĂ€tzt 400 Meter vom Hotel entfernt ist, trotzdem werden wir gefahren. Dort tischt man uns natĂŒrlich ein FischmenĂŒ auf, schliesslich sind wir am Meer. Hauptattraktion sind zwei rohe Fische, die im ganzen auf Tabletts liegen und am RĂŒcken aufgeschnitten und in kleine Happen geteilt sind. Diese tunkt man in eine scharfe Sauce, was mir allerdings nicht besonders schmeckt. DafĂŒr ist der ĂŒbrige gebratene Fisch und alles andere wieder ziemlich lecker. Als der rohe Fisch verspeist ist, holt die Bedienung die Reste ab und kocht eine scharfe Suppe daraus, die dann als letzter Gang aufgetragen wird. Die schmeckt sehr gut, nur Ulrich ist nicht so begeistert, denn in seiner Portion schwimmt einer der Fischköpfe.

Nach dem Essen fahren wir zu einer Landwirtschaftskooperative, die sich wie das Kloster einen eigenen Beitrag verdient hat.

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