Wonsan 2

Und weiter geht es im Takt, es steht der Besuch einer UniversitĂ€t fĂŒr Agrarwissenschaften an. Die scheint zur Abwechslung echt zu sein, laufen doch diverse Studenten in der Gegend rum. Der Campus ist ein Traum, die verschiedenen GebĂ€ude und GewĂ€chshĂ€user liegen in einem Wald versteckt, dazwischen schöne Parkanlagen, eine tolle AtmosphĂ€re, so hĂ€tte ich auch gerne studiert. Allerdings nicht in Nordkorea. Wir erfahren, dass es Brauch fĂŒr jeden Absolventen ist, auf dem Campus 10 BĂ€ume zu pflanzen, keine schlechte Idee.
Vor einem GewĂ€chshaus, in dem Tomaten und Gurken gezogen werden, ist ein rotes Dreieck in den Asphalt eingelassen, das markiert die Stelle, an der der große FĂŒhrer bei seinem Besuch stand. X marks the spot.

Wir fahren zurĂŒck zum Hotel und da schönes Wetter ist und wir noch Zeit haben, machen wir einen Spaziergang zu einer winzigen Insel, die durch einen langen Steg mit dem Ufer verbunden ist. Dort wird geangelt, mit abenteuerlichen AnzĂŒgen nach Muscheln getaucht und die Ausbeute auch gleich verkauft. Wir marschieren also zur Insel, setzen und uns reden ĂŒber alles Mögliche. Irgendwann taucht Kim mit einer TĂŒte Bier auf, wir schauen uns den Sonnenuntergang an und es wird richtig nett. Als es dunkel wird, gehen wir zurĂŒck zum Essen, ins gleiche Restaurant wie heute mittag. SpĂ€ter setzen wir uns in die Lobby im Hotel und wollen noch einen Absacker nehmen, es werden dann einige mehr, jemand kauft Schnaps, wir laden einen einsamen Amerikaner namens Neil zu uns an den Tisch ein und es wird spĂ€t.

Bevor wir ins Bett fallen, erklĂ€rt uns das Personal noch, dass warmes Wasser nur in der Zeit von 6:30h bis 7:30h zur VerfĂŒgung steht.

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