Sukhothai

mein Zimmer im 4T Guesthouse ist klasse, ich hab zwar keine Klimaanlage, aber schönen Durchzug, so dass die Temperatur im angenehmen Bereich bleibt. Dazu kann ich zum ersten mal auf dieser Reise warm duschen. Gegen 9h mache ich mich auf den Weg und erwische gleich einen Tuktuk-Bus Richtung Altstadt. Die Altstadt, oder Sukhothai-Geschichtspark genannt, wird meist als die erste Siamesische Hauptstadt bezeichnet, was technisch nicht ganz korrekt ist, denn der Ort gehörte wohl vorher schon zu einem Khmer-Reich, oder so Ă€hnlich.

Wie auch immer, die Anlage, eine Art Angkor Wat in klein, gehört seit genau 25 Jahren zum UNESCO-Weltkulturerbe und dieses JubilĂ€um feiert man noch bis Ende Januar mit freiem Eintritt, praktisch. Das GelĂ€nde ist recht groß, komplett flach und es gibt ĂŒberall asphaltierte Straßen, ideal also, um mit dem Fahrrad erkundet zu werden. Ich miete mir an einem der StĂ€nde ein uraltes Damenrad und fahre los. Mir gefĂ€llt es ausgesprochen gut, auch wenn ich mit dem ganzen sakralen Kram nichts anfangen kann, sind die GebĂ€ude doch sehr beeindruckend. Es ist natĂŒrlich relativ viel los, die Leute verlaufen sich aber in der weitlĂ€ufigen Anlage. Außerdem gibt es in der weiteren Umgebung der Altstadt noch jede Menge weiterer alter Tempel, die allerding nicht restauriert sind. Ich mag Ruinen. Da dort auch weit und breit kein Mensch zu sehen und zu hören ist, ist die Stimung toll. Ich erwarte jeden Moment, dass Indiana Jones um die Ecke gerannt kommt, verfolgt von Natives, weil er wieder mal irgendein Heiligtum entehrt hat.

Nach mehreren Stunden gebe ich das Rad zurĂŒck und fahre wieder zur Neustadt, wo ich erstmal Siesta machen muss, weil es abartig heiss ist. SpĂ€ter marschiere ich gemĂŒtlich zum Busbahnhof, wobei ich mich dank des fehlerhaften Kartenmaterials von maps.me mehrmals verirre und besorge mir ein Ticket fĂŒr die Fahrt nach Chiang Mai. Auf dem RĂŒckweg stolpere ich ĂŒber einen Markt, auf dem ich einen Takoyaki-Stand finde, wo die gefĂŒllten TeigbĂ€llchen zum unglaublichen Preis von 5 Baht, also etwa 12 Cent, verkauft werden. Dazu gibt es sie nicht nur mit Tintenfisch-, sondern auch mit Garnelen-, Krebs- uns allen möglichen anderen FĂŒllungen. Ich probiere alle Sorten durch und rolle danach zurĂŒck zum Guesthouse. Das wars dann auch fĂŒr heute, ich schaffe es spĂ€ter nochmal, mich aufzuraffen und Blog zu schreiben, das wars dann aber auch. Morgen um 10h gehts weiter.

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