St. Petersburg 3

Und weiter gehts. Da meine Zeit hier sehr begrenzt ist, musste ich im Vorfeld bei der Auswahl der Aktionen sehr selektiv vorgehen. Ich habe mich fĂŒr den Katharinenpalast samt zugehörigen Park entschieden, obwohl der ein wenig ausserhalb liegt, dafĂŒr bekomme ich das legendĂ€re Bernsteinzimmer zu sehen.

Die Anreise ist ein wenig holperig, ich weiss dass ich ab der Metrostation Kupchino den Linienbus nr. 186 nehmen muss, steige aber erstmal in die falsche Richtung ein. Das merke ich erst, als mich die resolute Kassiererin an der Endstation rausschmeisst. 10 Minuten spĂ€ter fahre ich dann in die richtige Richtung, weiss aber nicht, wo ich aussteigen muss und sehe den Palast erst, als wir lĂ€ngst an der Haltestelle vorbei sind, was mir dann nochmal ca. 10 Minuten Fußmarsch einbringt.

Es hat sich aber gelohnt, der Palast ist toll. Alle mĂŒssen sich zuerst Überzieher fĂŒr die Schuhe anziehen, dann gehts los. Die RĂ€ume, die man besichtigen darf, sind wieder einmal unverschĂ€mt prunkvoll, zudem wenn man bedenkt, dass das lediglich ein Landsitz der Zarenfamilie war. Höhepunkt natĂŒrlich das restaurierte Bernsteinzimmer, in dem man nicht fotografieren darf. Ein paar Aufnahmen schiesse ich trotzdem aus der HĂŒfte.

Mittlerweile regnet es, so dass ich mir den zugehörigen Park schenke, zurĂŒckfahre und die Zeit nutze, nochmal die Eremitage zu besuchen. Allerdings laufe ich nur noch zwei Stunden mehr oder weniger uninspiriert durch die Gegend. Die komplette Skulpturen-Abteilung hatte ich gestern ausgelassen, so interessant ist das fĂŒr mich auch nicht, lustig finde ich die Tatsache, dass ein nicht unbedeutenderTeil der mĂ€nnlichen Skulpturen kastriert ist. Es gab angeblich irgendwann mal einen Papst, der zum Bildersturm, oder vielmehr Penissturm aufgerufen haben soll, allerdings konnte ich keine Belege dafĂŒr finden. Bleibt die Frage, ob die Dinger abgebrochen sind, oder mutwillig entfernt wurden.

Ich quĂ€le mich dann noch durch eine Sonderausstellung zum Thema altes Ägypten, aber fĂŒr heute reicht es mir danach. Es scheint wieder die Sonne, aber ich kann mich nicht mehr zu irgendwelchen AktivitĂ€ten ĂŒberwinden, die zwei Tage mit einer Überdosis Kunst haben mich geschafft.

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