Black Valley – Glencar

Ich schlafe ziemlich gut, nur eine d├Ąmliche T├╝r klappert die ganze Nacht. Gegen 7:00h stehe ich auf, tr├Âdele aber noch rum bis ich um 8:30h loslaufe. Es ist ziemlich kalt und es regnet, was mich aber merkw├╝rdigerweise nicht st├Ârt, zuhause w├╝rde ich bei dem Wetter nicht vor die T├╝r gehen. Es ist ausserdem sehr windig, ich habe den Wind aber meist im R├╝cken.

Der Weg f├╝hrt am Cummeenduff Lough entlang, irgendwann komme ich durch einen Kiefernwald, danach kommt Farmland mit jeder Menge Schafe drin. Der Weg wird jetzt echt anstrengend, weil man st├Ąndig am Hang entlang geht, ausserdem wird es steiniger, so dass ich wesentlich langsamer vorw├Ąrts komme. Irgendwann lasse ich die Schafe hinter mir und es wird steiler.

Es geht jetzt im Zickzack nach oben zum Bridia Pass. Der Wind ist mittlerweile so stark, dass es mich mehrmals fast vom Berg weht. Macht aber Spa├č! Auf der anderen Seite geht es genauso steil wieder runter, zwischendurch kommt immer mal wieder die Sonne raus. Der Auf- und Abstieg hat allerdings meine Knie geschafft und so beschlie├če ich abzuk├╝rzen: ich spare mir den zweiten Anstieg zum Beann Dhearg Pass und marschiere stattdessen auf direktem Weg nach Glencar. Dieser asphaltierte Weg ist aber so langweilig, dass ich mich nach 4 Kilometern kurzerhand vom n├Ąchsten Auto mitnehmen lasse. Ich lande bei einem ordentlich angetrunkenen Farmer, seinen drei Kindern und seinem Hund in einem nach Schaf(scheisse) riechenden Jeep. Die Leute sind extrem freundlich, Konversation ist schwierig weil ich kaum ein Wort verstehe.

Ich werde genau vor dem Climbers Inn abgesetzt, das ist Pub, Hostel, Post und Laden in einem und die einzige Attraktion in Glencar. F├╝r 5 ÔéČ darf ich im Garten mein Zelt aufbauen und die Duschen benutzen. Da ich ziemlich fr├╝h dran bin, setze ich mich ins Pub, kippe ein paar Bier und beobachte das Kommen und Gehen der Eingeborenen. Noch bevor es dunkel wird mache ich Feierabend, koche mir Abendessen und ab ins Bett bzw. den Schlafsack.

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