Kep 2

es wurde gestern Abend etwas spĂ€t, deswegen tue ich mir schwer mit dem Aufstehen und es wird 9h bis ich in die GĂ€nge komme, fĂŒr meine VerhĂ€ltnisse ist das spĂ€t. Ich schwinge mich auf meinen Scooter und gehe einmal mehr auf die Suche nach Ruinen. Ein belgischer GraffitikĂŒnstler namens ROA hat auf verschiedenen HĂ€userresten Bilder hinterlassen, die will ich finden. Leider stellt sich heraus, dass bis auf eines alle diese HĂ€user mittlerweile entweder abgerissen oder renoviert wurden, ich finde lediglich eine Gottesanbeterin und an die komme ich nicht richtig ran, weil das GrundstĂŒck abgesperrt ist. Als ich mich auf einen Baumstumpf stelle, um besser fotografieren zu können, werde ich von Ameisen attackiert und gebe dann auf.

SpĂ€ter versuche ich es mit dem sogenannten Nationalpark, der sich als ganz netter Wanderweg entpuppt. Es gibt außer ein paar schönen Ausblicken auf das Meer zwar keine besonderen Attraktionen, es tut aber gut, sich mal wieder halbwegs in der Natur zu bewegen. Zum GlĂŒck verlĂ€uft der Weg zum grĂ¶ĂŸten Teil unter BĂ€umen, denn mittlerweile ist es in der Sonne wieder unertrĂ€glich heiss. Der Rundweg ist ca. 8km lang, ich lasse mir Zeit und brauche dafĂŒr inklusive Pausen knapp drei Stunden. Das reicht auch an Bewegung, trotz Schatten schwitze ich wie ein Schwein und bin froh, als ich in meinem klimatisierten Bunglow bin.

Abends gehe ich wieder essen, ich suche mir diesmal eines der unscheinbaren Restaurants aus und bereue es nicht. Allerdings gibt es zu Anfang ein paar Schwierigkeiten, als mir serviert wird, was ich als ‚Fried Shrimps‘ bestellt hatte und die Dinger roh sind. Es folgt eine Unterhaltung mit HĂ€nden und FĂŒĂŸen, irgendwann versteht die Köchin und nimmt die Shrimps wieder mit. Ich stelle fest, dass vor ausnahmslos jedem Gericht auf der Speisekarte das Wort ‚Fried‘ steht, nehme also an dass man nicht weiss was das Wort bedeutet und es einfach mal ĂŒberall dazugeschrieben hat. 5 Minuten spĂ€ter kommen meine Shrimps wieder, diesmal gebraten und schmecken ausgezeichnet.

Morgen ziehe ich in eine gĂŒnstigere Unterkunft um, ich bleibe vorerst mal hier, ĂŒbermorgen trifft Babsi ein, die eigentlich auf dem Weg nach Laos ist, aber einen Umweg macht, damit wir uns sehen können. Ich habe erstmal drei weitere NĂ€chte gebucht, mal schauen wie es dann weitergeht. So langsam muss ich mir auch ĂŒberlegen, wie ich am 30. wieder nach Bangkok komme, aber so richtig will ich noch nicht daran denken.

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