Halloween in Saigon

Wieder zur├╝ck dusche ich und gehe was essen. Ich bin von der vietnamesischen K├╝che nicht so begeistert, in Thailand hat es mir besser geschmeckt. Heute ist Halloween und die Saigoner Jugend feiert dieses amerikanisierte Fest ausgiebig, auf den Strassen ist die H├Âlle los, mehr noch als sonst. Ich bin zu platt um noch auszugehen, kaufe mir aber ein Bier, setze mich vors Hostel und schaue dem Treiben zu.

Es laufen Scharen unglaublich gut aussehender Frauen vorbei, die aber alle dermassen aufgebrezelt sind, dass es unm├Âglich ist, zu unterscheiden, welche davon Nutten sind und welche nicht.

Um die Ecke ist eine Riesenparty, ich gehe hin und mache ein paar Fotos von der Meute, als mir ein ├Ąlterer Typ, Europ├Ąer, auff├Ąllt, der ebenfalls fotografiert. Allerdings h├Ąlt er seinen Sucher vornehmlich auf Hinterteile und Ausschnitte leichtbekleideter Frauen. W├╝rg! Sofort vergeht mir die Lust aufs Fotografieren, ich packe meine Kamera weg, trete ihm versehentlich auf die Zehen und verschwinde. Ich hoffe, er holt sich heute Nacht eine Geschlechtskrankheit.

Sp├Ąter wirds doch noch lustig, ich sitze mit der Chefin und ihrer Assistentin vorm Hostel, trinke Bier und schaue mir die Leute an. Sehr lustig. Aus einem Bier werden sieben, die letzte Szene bevor ich ins Bett falle: Ein schon ziemlich durchgefeierter Ladyboy wird von einem Polizisten abgef├╝hrt, macht sich aber einen Spass draus, marschiert mit den H├╝ften wackelnd und Handk├╝sse nach links und rechts verteilend von dannen und bekommt von allen Seiten Standing Ovations. Grossartig!

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